Pressemitteilung
Elektronische Helfer auf dem Prüfstand
[Berlin, 22. Juni 2009] Insgesamt 77.000 defekte Airbag-Systeme registrierte die Fahrzeugsystemdaten GmbH (FSD) bei der Hauptuntersuchung (HU) im Jahr 2008. Im Vergleich zu den Vorjahren bedeutet dies ein deutlich gestiegenes Sicherheitsrisiko. Um die Funktionsfähigkeit aller elektronischen Fahrzeugsysteme zu gewährleisten, stehen Fahrerassistenzsysteme bei der Hauptuntersuchung neuerdings mit auf dem Prüfstand. Für dreijährige Fahrzeuge steht diese nun zum ersten Mal an.
Autos, die nach dem 1. April 2006 zugelassen wurden, kommen 2009 erstmals zur neuen Hauptuntersuchung. Dabei werden in diesem Jahr zum ersten Mal auch Fahrerassistenzsysteme im Fahrzeug getestet. Auf diese Weise soll der Autofahrer vor dem Ausfall wichtiger Sicherheitsfunktionen durch Defekt oder Verschleiß geschützt werden. Auf acht sicherheitsrelevante Baugruppen mit elektronischer Steuerung achten die Prüfer dabei besonders: Geschwindigkeitsbegrenzer, fahrdynamische Systeme mit Eingriff in die Bremsanlage, die Brems- und Lenkanlage, Scheinwerfer und Leuchten, Überrollschutz, Sicherheitsgurte und Airbags. Untersucht werden deren Funktionsweise, Verbau und Echtheit. Welf Stankowitz, Experte für Fahrzeugtechnik beim DVR, begrüßt die zusätzlichen Sicherheitskontrollen: "Nur wenn die Fahrerassistenzsysteme auch geprüft werden, können sie korrekt funktionieren und die Fahrt sicherer und komfortabler machen."
Grundlage der erweiterten Hauptuntersuchung ist eine Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahr 2006. Damit gewährleisten die Prüforganisationen und der Gesetzgeber, dass die Prüfverfahren dem Stand der Technik angepasst werden und Autofahren auch in Zukunft sicher bleibt.



